Berlin, 18. September: Ein starker Tag für das Leben!
Zwei Tage vor dem Weltkindertag erlebte Berlin mit dem „Marsch für das Leben“ und dem „Christlichen Politik-Forum“ der AUF-Partei einen starken Tag für das Leben! Mit rund 1.800 Teilnehmern war der 6. „Marsch für das Leben“ des Bundesverbandes Lebensrecht e.V. (BVL) die größte Demonstration seit seinem Start 2002.
Bei der Kundgebung rief der Vorsitzende des BVL, der Publizist Martin Lohmann, zu konsequentem Lebensschutz auf. Neben deutschen Lebensrechtlern sprachen u.a. auch Jugendliche des "Lebensmarsches" in Brüssel und das Ehepaar Dorenbos von der Organisation "Schreeuw om Leven" aus den Niederlanden. "Möge in jeder europäischen Hauptstadt ein Marsch für das Leben stattfinden als starkes Signal für das Recht auf Leben in Europa", so Bert Dorenbos.
Zahlreiche Grußworte, u.a. von der Bildungsministerin Anette Schavan und vom Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, wurden verlesen.
In einer
Berliner Erklärung zum Schutz des menschlichen Lebens des BVL wird u.a. gefordert, die Finanzierung der Abtreibung durch den Staat zu stoppen und die damit freiwerdenden jährlich mehr als 40 Millionen Euro Schwangeren und Familien zukommen zu lassen.
Die Kundgebung und den anschließenden Schweigemarsch, bei dem 1000 weiße Holzkreuze, Bilder mit Kindern und lebensbejahende Transparente mitgeführt wurden, haben linke und feministische Gruppen mit Geschrei und Sprechchören wie "Deutschland stirbt aus und wir klatschen Applaus" massiv gestört. Über 40 Holzkreuze haben Gewalttätige in die Spree geworfen, die von der Polizei jedoch wieder geborgen werden konnten.
In dem ökumenischen Gottesdienst in der überfüllten Hedwigskathedrale rief der Prediger Johann Hesse vom Gemeindehilfsbund die evangelische Kirche auf zu einem Umstieg der Schwangerenberatung ohne Beratungsschein, der für die Abtreibung Voraussetzung ist.
Auf dem 1. Christlichen Politik-Forum der AUF-Partei berichtete u.a. die Buchautorin Alexandra Maria Linder von ihren Recherchen, wonach abgetriebene Kinder skrupellos zu medizinischen und kosmetischen Zwecken verbraucht werden. Dahinter stecke auch ein großes Geschäft.
Der evangelische Ethiker, Dr. Stephan Holthaus, machte auf die drohende Gefahr der aktiven Sterbehilfe aufmerksam. Bradley Mattes vom Life Issues Institute, USA, sprach über das Tabu-Thema "Leiden der Männer nach Abtreibung ihrer Partnerin". So seien oft Depressionen, Workaholic-, Alkohol- und Drogenexzesse darauf zurückzuführen.
Die Ergebnisse der Bindungsforschung, so die Journalistin Eva Herman, führen die Krippenideologie der Bundesregierung ad absurdum. Nichts sei notwendiger für eine gedeihliche Entwicklung des Kindes, als dass es in den ersten Lebensjahren mütterliche Nähe erfährt.
Zur Gesundung der Familie als Fundament der Gesellschaft rief die bekannte Kinder- und Jungendlichen-Psychotherapeutin Christa Meves in einem bewegenden Appell zu einer christlichen Kulturrevolution auf.
Die Vorträge zum CPF finden Sie unter www.Christliches-Politik-Forum.de
Mehr Infos zum Marsch für das Leben unter www.marsch-fuer-das-Leben.de
Berlin, 21.09.2010
Walter Schrader,
AK Lebensrecht und Familie der AUF-Partei
weitere Links:
Artikel zum Vortrag von Eva Herman bei kath.net
Artikel zum Vortrag von Christa Meves bei kath.net


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