17.5.2012 21:32

Marsch für das Leben 2011 – machtvoll wie noch nie!

Berlin, 24.09.2011. Der „Marsch für das Leben“ in Berlin - „für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ - war mit rund 2200 Teilnehmern zahlenmäßig so stark wie noch nie.

Erstmalig fand die Kundgebung unmittelbar vor dem Bundeskanzleramt statt.
Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht e.V. (BVL), Martin Lohmann, konnte zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland begrüßen, die ein klares Bekenntnis für das Lebensrecht abgaben.

Maria Grundberger berichtete von ihren guten Erfahrungen bei der „Gehsteigberatung“ vor Abtreibungseinrichtungen. Der Missionar und Vater eines Down-Syndrom-Kindes, Hugo Gevers, forderte das Recht auf Leben auch für behinderte Menschen ein. Es war erschütternd, wie die bekannte Buchautorin und Seelsorgerin Ruth Heil nach ihrer eindrücklichen Rede eine Perlenkette zerbrach als symbolischen Ausdruck für zerstörtes unschuldiges, ungeborenes Menschenleben.

Lebensrechtler u.a. aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und den USA sprachen sich in leidenschaftlichen Appellen für das unaufgebbare Recht auf Leben aus.
Abschliessend verlas Martin Lohmann auszugsweise die „Berliner Erklärung zum Schutz menschlichen Lebens 2011“. Darin werden u.a. ein gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) gefordert, neue Schutzkonzepte zur Beendigung „des schweren Unrechts der Tötung ungeborener Kinder“ und nachhaltige und wirksame Hilfen für Schwangere und Familien zum Leben mit ihren Kindern (siehe diese Erklärung im Wortlaut) .

Mit weißen Kreuzen, Kinder-Großfotos und Schildern mit Texten wie „Echte Männer stehen zu ihrem Kind“, zog der kilometerlange Schweigemarsch zur Sankt Hedwigskathedrale. Etliche Teilnehmer trugen den Aufkleber „PBC und AUF – gemeinsam für das Leben“, was auf weitere konstruktive Zusammenarbeit beider Parteien schliessen lässt.
Schockierend waren die Störungen von ca. 300 Linksradikalen mit ihren öbszönen Plakaten und Sprechchören. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot für die Sicherheit dieser Veranstaltung zu sorgen.

In der überfüllten Kathedrale mahnte Weihbischof Wolfgang Weider, dass uns nicht zusteht, Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern zu kritisieren und dabei vor der „entsetzlichen Realität die Augen zu verschliessen.“
Der evangelische Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen erinnerte in seiner Predigt an das Gebot der Nächstenliebe auch gegenüber den Ungeborenen. Wenn ein Kind Probleme bereite, müssen diese beseitigt werden, nicht das Kind.

Der BVL lädt zum nächsten Marsch für das Leben am 22. September 2012 nach Berlin ein.
Mehr Infos unter www.marsch-fuer-das-leben.de.


Walter Schrader

30.09.2011 23:56 Alter: 230 Tage
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