1.8.2010 12:04

AUF-Agrarexperte Dreß zur EU-Agrarpolitik

Ein wichtiger Bereich der EU ist die Agrarpolitik. Nach Meinung der AUF-Partei müssen landwirtschaftliche Familienbetriebe die Grundlage zur Sicherung der europäischen Nahrungsmittelproduktion bleiben. Der AUF-Agrarexperte Martin Dreß hält es für dringend erforderlich, dass die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft in die Lage versetzt werden, auf gesunder Basis genügend Lebensmittel zu erzeugen.

Martin Dreß, Europakandidat

Martin Dreß

Dreß weiter: „Nachhaltigkeit und Wohlfahrtswirkung einer vielfältigen Kulturlandschaft, Waldbewirtschaftung und Landschaftspflege müssen sichergestellt sein. Landwirte und ihre Beschäftigten müssen sich durch ihrer Hände Arbeit das notwendige Auskommen sichern können." Die sozialen Strukturen des ländlichen Raums gelte es zu erhalten. Dagegen leide die Landwirtschaft in Europa zunehmend unter den Zwängen einer aufgeblähten Agrarbürokratie. Das mengenorientierte Prämienchaos der EU-Agrarwirtschaft habe eine extensive, naturzerstörende Landwirtschaft gefördert. Ausgelaugte und verseuchte Böden sowie das anhaltende Bauernsterben durch niedrige Erzeugerpreise seien die Folgen.

Für AUF ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen in allen Produktionsphasen von übergeordneter Bedeutung. „AUF setzt sich für eine Wende in der Förderpolitik ein, hin zu einer bäuerlichen, regionalen und ökologisch verträglichen Landwirtschaft", führt der auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsene Gartenbauingenieur Dreß aus. Denn mit der derzeitigen Verteilung der Gelder gebe es mehr Verlierer als Gewinner: Verlierer seien kleinere Betriebe, die ums Überleben kämpfen, die Umwelt, die unter den Folgen der extensiven Landwirtschaft leidet, und die Kleinbauern in den Entwicklungsländern, die mit den billigen, subventionierten Lebensmitteln aus der EU nicht konkurrieren können.

AUF setzt sich ein für mehr Transparenz bei der Verwendung von Agrarsubventionen, ein einfaches System von flächenorientierten Leistungszahlungen, keine Förderung nach Produktionsmengen und keine Subventionen für industrielle Großbetriebe und Konzerne. Die Partei möchte die Arbeitsplätze in Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau erhalten und eine bäuerliche Landwirtschaft mit dezentralen Vermarktungsstrukturen ideell und materiell unterstützen.

Nahrungsmittel haben ihren Wert: Ein bewussteres Konsumverhalten trägt zu auskömmlichen Erzeugerpreisen bei. AUF will die Einhaltung und Förderung von umwelt- und naturschutzrechtlichen Standards in der Agrarwirtschaft. Ökologische und tiergerechte Produktionsweisen müssen stärker gefördert werden. „Wir brauchen mehr landschaftspflegerische Maßnahmen und mehr Energieproduktion aus Biogas, Biomasse/ Holz usw. Die Verwendung von Lebensmitteln zur Erzeugung von Energie sehen wir jedoch als ethisch und sozial (wegen der steigenden Preise) nicht vertretbar an", meint der AUF-Europakandidat abschließend.

 

26.05.2009 07:45 Alter: 1 Jahre
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