Der Durchmarsch der linken Bewegung in Deutschland – Was bedeutet das?
Nach den Landtagswahlen im Saarland ist klar: Die SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ wurde von einem Großteil der Politik und der Medien in ganz Deutschland in den Status einer „etablierten Partei“ gehoben. Während es in der Hessen-SPD unter Frau Ypsilanti einen zwar recht geringen, aber entscheidenden Widerstand für eine Koalition mit der SED-Nachfolgepartei gab, scheinen heute bei der SPD im Saarland bereits alle Bedenken vom Tisch zu sein.
Die saarländische SPD betont vielmehr eine „weitreichende Übereinstimmung“ mit der Linkspartei. Es ist wahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit schon jetzt an eine Regierungsbeteiligung der SED-Nachfolgepartei auf Bundesebene in einer rot-rot-grünen Koalition gewöhnt werden soll. Offensichtlich sind bedeutende ideologische Gemeinsamkeiten der gesamten politischen Linken, also der Linkspartei, den „Grünen“ und weiten Teilen der SPD vorhanden.
Aber was verbirgt sich ideologisch hinter der politischen Linken? Sind es etwa Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit? Nein. Die politische Linke beruht weitgehend auf einer Weltanschauung, die in den wichtigsten Grundzügen auf Karl Marx zurückgeht. Diese Weltanschauung wird meist „Marxismus" oder etwas ungenau „Sozialismus" genannt. Man kann die letzten einhundert Jahre durchaus das Zeitalter des Marxismus nennen, wobei diese Ideologie in sehr vielen Facetten auftritt: Die russische Revolution 1917 markierte den Anfang dieser Epoche. 1933 brachte sich die national-sozialistische Ideologie in Deutschland an die Macht, welche auch wesentliche marxistische Elemente hatte. Dies zeigte bspw. der große Nationalökonom Ludwig von Mises. Später breitete sich der Marxismus über große Teile der Welt aus, meist gewaltsam. Infolgedessen entstanden Diktaturen, Unterdrückungssysteme, Verarmung und menschliches Elend. Wohl die schrecklichsten Verbrechen der Menschheit wurden im Namen marxistischer Ideologien, einschließlich des National-Sozialismus verübt. Die Todesopfer des politischen Marxismus, in der Regel Zivilisten und politisch Andersdenkende, werden auf über 100 Millionen geschätzt. Der Verdacht drängt sich auf, dass dies kein Zufall ist, sondern in der weltanschaulichen Logik dieser Ideologie begründet ist:
Für den Marxismus ist der Mensch nichts als Materie. Es gibt für ihn folglich keine immaterielle Seele, keine echte Willensfreiheit, keinen Gott, keine absolute Menschenwürde und keine festen ethischen Werte. Der Mensch wird auf seine Bedürfnis- und Triebstruktur reduziert. Aus diesem Grund ist auch die Evolutionslehre eine wichtige Säule für den Marxismus geworden, die er vehement verteidigt und in das öffentliche Bewusstsein verankern will. Der Marxismus drängt zu seiner eigenen, politischen und gesellschaftlichen Durchsetzung, mittels einer „Revolution". Für diesen Zweck scheint jedes Mittel in Frage zu kommen: Desinformation und Manipulation, Umerziehungslager, Diffamierung und Verfolgung Andersdenkender bis hin zu Massentötungen von Menschen. Dies wird belegt durch die oft unbeschreiblich grausame Vorgehensweise gegen Zivilisten in marxistischen Systemen, welche historisch meist mit den Namen Joseph Stalin, Mao Zedong und Pol Pot verbunden ist.
Schon in seinem Werk Manifest der kommunistischen Partei bekannte sich Marx zum „gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung". Er forderte eine „rücksichtslose Kritik alles Bestehenden", die „sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet". Marx‘ Weggefährte Friedrich Engels berichtet, dass Marx absichtlich mit Fehlschlüssen, Lügen und Täuschungen arbeitete, um in seiner Argumentation hierbei zum gewünschten Resultat zu kommen. Marx wünschte sich tiefgehende Staats- und Wirtschaftskrisen herbei, um seine Revolution herbeiführen zu können. Demokraten beschimpfte er als „Hunde", Liberale als „Lumpen". Marx gab die Schuld für die herrschenden Verhältnisse der Religion, dem Staat und der sittlichen Rechtsordnung, der Ehe und der Familie, der bürgerlich-freiheitlichen Gesellschaft und dem Judentum. Nur zum Schein gab Marx sich manchmal humanitär; meistens sprach er von der Menschheit, die er als „Kehrricht" bezeichnete, mit tiefer Verachtung, ebenso vom „Proletariat". Marx verachtete besonders auch die Juden. Diese Tatsachen über Marx werden heute leider oft nicht erwähnt; der Öffentlichkeit wird meist eine beschönigende und unvollständige Marxinterpretation dargeboten. Richard Wurmbrand, der sich sehr tiefgehend mit den Schriften von Karl Marx befasst hat, schreibt: „Marx, der liebende Mensch, ist ein Märchen, das nach seinem Tod erfunden wurde. …er wollte die Menschheit hier und für alle Ewigkeit unglücklich machen. Das verkündete er als sein Ideal. Sein Ziel war die Zerstörung der Religion."
Nach der 1968er Studentenrevolte und dem Marsch ihrer marxistischen Kader „durch die Institutionen" ist der Marxismus heute für viele unbemerkt zur politischen und gesellschaftlichen Leitideologie geworden, wenn auch in oft wechselndem Gewande. Diese neue Form des Marxismus, den man oft „Neomarxismus" nennt, ist mit allen heutigen, linken Parteien tief verwoben: Altkanzler Schröder (SPD) und der ehemalige Bundesaußenminister Fischer („Grüne") bekannten sich zum Marxismus. Und dies ist auch der Grund, warum man bereitwillig miteinander Koalitionen eingeht: Erst Rot-Grün, dann Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün. Die politische Linke erhält in Deutschland bei Wahlen oft über 50% der Stimmen. Die Unionsparteien haben dieser stillen, linken Revolution fast nichts entgegengesetzt, da sie ihre eigene Basis, das Christentum und die Werte der frühen Bundesrepublik, längst über Bord geworfen haben. Es ist nicht klar, ob die CDU/CSU diesen Trend lediglich nicht bemerkt haben; dagegen gibt es klare Anzeichen, dass auch die Unionsparteien eine neue, in ihren Grundzügen marxistische Gesellschaftsordnung akzeptieren und sogar teilweise aktiv herbeiführen:
- Die Aushöhlung der unantastbaren Menschenwürde durch straffreie und gesellschaftlich akzeptierte Kindstötungen im Mutterleib.
- Die aktuelle Familienpolitik weg von familiärer hin zu staatlich-kollektiver Kinderbetreuung, wie sie auch Marx gefordert hat.
- Politische Umsetzung der marxistisch-feministischen Gender-Mainstream-Ideologie.
- Die bereitwillige Aufgabe der nationalen Eigenständigkeit zugunsten eines übermächtigen und intransparenten EU-Bürokratieapparats.
- Gesinnungskontrolle durch "Antidiskriminierungsgesetze".
Die AUF-Partei warnt daher einerseits nachdrücklich vor dem sich abzeichnenden Linksruck in Deutschland. Andererseits sieht sie aber auch, dass viele Mitbürger, die den linken Parteien bislang nahestehen, über den Marxismus nicht informiert sind, sondern vielmehr ihre Motivation in guten Idealen haben. Diese Menschen sind eingeladen, an einem politischen Entwurf mitzuarbeiten, der sozial ist, ohne sozialistisch zu sein, und der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, ohne ihn zum Maß aller Dinge zu machen. Die AUF-Partei will mittelfristig bundesweit eine kompetente und glaubwürdige Wahlalternative bieten auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und des Deutschen Grundgesetzes. Sie will Politik machen für die große Gruppe von Bürgern, die einen dauerhaften Erhalt bürgerlicher Freiheit, Rechtstaatlichkeit und der grundgesetzlichen Ordnung wünschen.
Der Autor ist Mitglied der Bundes-Programm-Kommission der AUF-Partei


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