Griechenland-Krise: Anfang vom Ende für den Euro?
Griechenland hat im Jahr 2010 zum ersten Mal Zahlen offen gelegt, die eher der Realität entsprechen dürften als die Zahlen, die das Land in der Vergangenheit vorgelegt hat. Im Vorfeld der Euro-Einführung hatte Griechenland dagegen über Verschleierungen und Geldtricksereien das wahre Ausmaß der Staatsverschuldung verschleiert, u.a. indem Finanz-Produkte benutzt wurden, die nicht in die Schuldenbilanz aufzunehmen waren.
Haben wir dies nicht schon einmal gehört? Doch – im Zuge der Bankenkrise wurden dort ähnliche Produkte und Spielereien vorgenommnen, um das wahre Ausmaß von Schulden und Abhängigkeiten nicht angeben und offen legen zu müssen.
Die Europäische Union reagiert nicht nur wegen der Probleme der Griechen sehr drastisch, sondern auch, weil ihre eigenen Kreditinstitute Anleihen im Volumen von fast 300 Milliarden Dollar an Griechenland gegeben haben, allein deutsche Banken rund 43 Milliarden Dollar und Frankreich z. Bsp. 75 Milliarden Dollar.
Sollte Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen können, würden die Banken in Deutschland und Frankreich Geld verlieren.
Noch ein paar Fakten:
Griechenland ist in der Wirtschaftsleistung in etwa mit Bayern zu vergleichen.
In Griechenland werden viele Sozialleistungen und auch Rentenzahlungen gewährt, die in Deutschland seit Jahren nicht mehr vorstellbar sind.
Wir von AUF fordern, dass der griechische Staat seine Eigenverantwortung wahrnimmt und auch die Konsequenz aus dem falschen Spiel und der falschen Darstellung der Finanzsituation zieht.
Wir von AUF fordern, dass weder Deutschland noch die EU Griechenland in dieser hausgemachten Krise unterstützt.
Dieter Burr
Bundesvorsitzender der AUF-Partei


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