Grundsätze der AUF-Partei (Zusammenfassung)
Die Politik von AUF beruht auf der jüdisch-christlichen Ethik und dem Deutschen Grundgesetz von 1949. In diesem Grundgesetz stellt sich das deutsche Volk in die Verantwortung vor Gott und den Menschen.
Wir verpflichten uns zu Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Wir treten ein für die Freiheit und Grundrechte des Bürgers, den freiheitlichen Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Lebensschutz, den Schutz von Ehe und Familie und mehr Eigenverantwortlichkeit des Individuums.
Unsere Grundsätze wurzeln in der Achtung des Menschen als einmalige, eigenverantwortliche Persönlichkeit mit unantastbarer und unbedingter Würde. Eine rationale Begründung der Menschenwürde beruht wesentlich auf dem christlichen Menschenbild. Nur wenn diese Grundlage der Menschenwürde im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert ist, kann ihre uneingeschränkte Wahrung dauerhaft sichergestellt werden. Diese Würde umfasst die ganze Zeitspanne des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen, vollständigen Tod des Menschen. Kein Mensch und keine Gruppe von Menschen dürfen menschliches Leben als bloßes Mittel zu beliebigen Zwecken gebrauchen. Kein Mensch und keine Gruppe von Menschen dürfen das Lebensrecht und die Würde des Menschen an Bedingungen oder Definitionen knüpfen.
Die Ernsthaftigkeit, mit der ein Gemeinwesen die Forderungen der Menschenwürde einlöst, wird klar sichtbar am Status derer, die nicht aktiv ihre eigenen Menschenrechte einfordern können. Insbesondere der Status der Kinder ist ein Anzeichen für den humanitären Zustand eines Gemeinwesens. AUF tritt entschieden für die Rechte von Kindern und Familien ein. Dem Deutschen Grundgesetz folgend, muss die Erziehung und Pflege der Kinder höchste Priorität in der Lebensgestaltung ihrer Eltern besitzen. Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Eine Erziehung, die durch den Staat erfolgt, schwächt die Grundlagen einer freiheitlichen Demokratie und einer mündigen Bürgerschaft. Tendenzen, welche Familie durch Staat oder Gesellschaft ersetzen wollen, lehnt AUF daher ab.
Die Bedingungen für die Erhaltung eines gerechten, lebenswerten und lebensfähigen sowie freien Gemeinwesens müssen zu jeder Zeit aktiv gestaltet und immer wieder neu erarbeitet werden. Für diese Aufgabe benötigen wir eine wahrhaftige und transparente Politik, die sich klar zu ihren ethischen und geistigen Wurzeln bekennt und sich ihnen verpflichtet sieht.
Die deutsche Geschichte zeigt, dass ein gerechtes, freies und menschlich adäquates Gemeinwesen gerade in Krisenzeiten nur dann gewährleistet werden kann, wenn es auf einer wohl begründeten Werteordnung steht. Wo viele Werteordnungen im freien Wettbewerb stehen, wird sich in der Regel die Werteordnung der stärkeren Gruppe oder „das Recht des Stärkeren“ durchsetzen. Die Mitglieder von AUF halten dies aus ethischen Gründen für nicht hinnehmbar. Wir wollen uns daher ganz bewusst der Verantwortung vor Gott stellen. Gott hat dem Menschen Würde, Freiheit, Individualität, Vernunft und Verantwortlichkeit verliehen. Dies ist die Grundlage der Menschenrechte und einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratie. In der jüdisch-christlichen Überlieferung, wie den zehn Geboten, in unserem Gewissen und durch unser unvoreingenommenes Denken gibt uns Gott ethische Maßstäbe für ein gelingendes Zusammenleben. Die Orientierung an diesen zeitlosen und zuverlässigen Maßstäben stellt für uns die Grundlage für verantwortliches und vernunftgemäßes Handeln dar. Daher vertreten wir unsere Positionen und unser Programm ganz unabhängig von den Forderungen des Zeitgeistes.
Wir wollen auf einen möglichst hohen Grad an Aufklärung, Wahrhaftigkeit und Transparenz in der gesellschaftlichen Kommunikation hinarbeiten. Dies betrifft alle Bereiche der Gesellschaft, einschließlich der Medien, des Bildungssystems, der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Auf diese Weise wird das gesellschaftliche Vertrauen gefördert und eine wirklich freie Wahl von Lebensentwürfen und Bekenntnissen ermöglicht. Wir sind überzeugt, dass nur unter den Bedingungen einer aufgeklärten und informierten Gesellschaft eine gerechte und freiheitliche Demokratie dauerhaft gelingen kann. Die Realisierung solcher Bedingungen ist ein entscheidender Schritt hin zu einer direkteren und bürgernäheren Demokratie, die von AUF angestrebt wird. AUF tritt dafür ein, dass alle politischen Entscheidungsprozesse nachvollziehbar und in sich und gegenüber den Bürgern vernünftig begründet sind.
Die gesellschaftliche Realität fassen wir nicht als gegebenes Schicksal auf, sondern sie ist von jedermann und in besonderem Maße von den gewählten Volksvertretern verantwortlich und aktiv nach klaren ethischen Maßstäben zu gestalten. Der „demographische Wandel“, der „Wertewandel“, der „Klimawandel“ oder die „Globalisierung“ sind durch Menschen herbeigeführt worden, genauso wie Kriege oder Wirtschafts- und Währungskrisen. Wir sind der Überzeugung, dass eine Politik, die sich von einer „gesellschaftlichen Realität“ leiten lässt, anstatt sie zu gestalten, oder die sich auf „Modernität“ beruft, ohne ihre Position vernünftig begründen zu können, ihrer Verantwortung nicht gerecht wird.
Mit einer klaren ethischen Grundlage sind wir frei, auch über Grenzen zu schauen und unvoreingenommen andere Ansätze und Ideen zu prüfen. Wir werden eine aufwärts gerichtete Politik machen, die die Zukunft gleichermaßen berücksichtigt wie die Gegenwart. Wir können so Bewährtes behalten oder durch Besseres ersetzen. Wir sehen uns als Partner all der Politiker und Parteien, die sich bewusst dem Deutschen Grundgesetz verpflichtet haben.
Dieser Artikel ist im AUF-Infobrief 1/09 erschienen.
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Bild: R.v. Melis/pixelio.de


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