1.8.2010 12:03

Neuregelung für variable Gehaltszahlungen von Managern

Derzeit findet in Berlin eine rege Diskussion über die Ausgestaltung und Höhe der Bonuszahlungen für Manager statt. Eine staatliche Regelung für diese Bonuszahlungen ist wohl nicht der richtige Weg.

Managergehalt...

Es ist jedoch wichtig, dass wir in Deutschland der Macht der Manager und deren Bonuszahlungen eine moralische und damit meines Erachtens wirksamere Grenze setzen.
Manager sind im Gegensatz zu dem derzeitig häufig herrschenden Verständnis nicht die Inhaber von Unternehmen, sonderen deren Verwalter. Damit stehen Managern nicht große Anteile am Firmengewinn zu, sondern sie sind im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses berechtigt, in diesem Umfang am Unternehmenserfolg teilzuhaben.

Dadurch verändern sich die Verantwortlichkeiten und auch die Anspruchshaltung der Manager für variable Vergütungen. Ich denke, für variable Bonuszahlungen sollten folgende Rahmenbedingungen gelten:

  • Der Erhalt der Arbeitsplätze und die zukünftige, positive Ausrichtung des Unternehmens müssen zu einem wesentlichen Teil Messlatte für die variablen Vergütungen werden.
  • Der Jahresgewinn, der den tatsächlichen Gewinn des Unternehmens darstellt, kann eine weitere Bemessungsgrundlage der variablen Vergütung sein. Er sollte aber in beschränktem Umfang auch für die Tantieme-Zuzahlungen herangezogen werden.
  • Die Ausrichtung am langfristigen Erfolg eines Unternehmens sollte sich nicht nur an der Steigerung des Aktienkurses ablesen lassen. Darüber hinaus müssen auch die Anzahl der Arbeitsplätze und die Höhe der Vergütungen an die Arbeitnehmer einen Einfluss auf die Höhe der Bonuszahlungen der Manager haben.
  • Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Bonuszahlungen nur einen Teil des Manager-Einkommens ausmachen sollten. Die Höhe des Grundgehaltes und variable Vergütungen müssen in einem nachvollziehbaren Verhältnis stehen.
  • Wir halten aber einschränkende Regelungen auf gesetzlicher Ebene für nicht sinnvoll. Wichtig ist, dass wir als Bürger über die Ausrichtung der Unternehmen in Deutschland und die Zielrichtung von Aktiengesellschaften sprechen und dadurch Einfluss ausüben können - damit die Höhe der Mangergehälter wieder auf ein vernüftiges, anständiges Maß zurückgeführt wird.

Forderung von AUF: Die variablen Vergütungen der Manager müssen auf ein normales Maß zurückgeführt werden, das von den Eigentümern (Aktionären) vertreten und vorgegeben wird.


Ein Beitrag von Dieter Burr, Steuerberater, Dipl.-Finanzwirt (FH), Bundesschatzmeister AUF-Partei, Spitzenkandidat der AUF-Partei zur Europawahl 2009


Der Beitrag ist erschienen im AUF-Infobrief 1/09 den Sie -> hier herunterladen können!


Bild: istockphoto

27.03.2009 21:13 Alter: 1 Jahre
Jetzt bookmarken:addthis.comask.combackflipblinkbitsblinklistblogmarksbluedot.usco.mmentsconnoteadel.icio.usde.lirio.usdigg.comFark.comFeed me links!FolkdFurlgoogle.comhype it!LinkaGoGoLinkaARENAlive.comMa.gnoliaMister WongMyLink.denetscapenetvouznewsvine.comoneviewRawSugarRedditscuttleshadowsSimpySmarkingSpurlstumbleupon.comTailRankTagThatTechnoratiWebnewsWinkWistsYahooMyWebYiggIt