3.9.2010 15:26

Was will die neue rot-grüne NRW-Regierung?

Die rot-grünen Minderheitsregierung in NRW stellt einen Koalitionsvertrag vor, der alle gesellschaftlichen Gruppen, auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften zur Mitarbeit einlädt. Können wir das? Denn ein umfassendes Programm mit guten Vorsätzen darf den Blick nicht davor verstellen, dass das christliche Menschen- und Familienbild durch Gender-Mainstreaming ersetzt werden soll.

Bild: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, Foto: Ralph Sondermann

Menschen soll es besser gehen, „Bildung“ soll die zentrale Aufgabe des Landes werden, die Wirtschaft soll durch Förderung von Handwerk und Mittelstand belebt und neue Ideen im Umweltschutz angestoßen werden. Die Kommunen sollen in der Bildungspolitik mehr eigenen Gestaltungsraum haben. Einiges davon kann durchaus von der AUF-Partei mitgetragen werden. Aber die wirklich entscheidenden Punkte sind richtungsweisend und relativ gut versteckt:

  1. Rot-Grün will die Gender-Mainstream-Ideologie mittels des Staates durchsetzen. Öffentliche Aufträge und Forschungsgelder werden nur noch für Gender-konforme Projekte vergeben. Eine Gender-Stabsstelle wird eingerichtet. Die Ideologie wird zudem gezielt in Kitas und Schulen hineingetragen.
  2. Die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) werden noch stärker gegenüber Familien, die Kinder zur Welt bringen, in den Vordergrund gerückt. Kritik an sexueller Unmoral wird von vornherein durch einen staatlichen Aktionsplan gegen „Homophobie“ unterbunden. LGBT-Organisationen werden finanziell unterstützt.
  3. Gesunde Familien werden weiter benachteiligt. Die Fremdbetreuung von Kindern unter drei Jahren wird vorangetrieben. Ein Rechtsanspruch auf einen Fremdbetreuungsplatz für unter Dreijährige setzt Eltern unter Zugzwang, ihre Kinder in Fremdbetreuung zu geben. Dies wird später in der Ganztagsschule fortgeführt.
  4. Ideologiegemäß wird auch ein Betreuungsgeld für Eltern abgelehnt. Die linke Landesregierung sieht, wie sie es selbst formuliert, „hierin den Versuch, überholte Rollenbilder zu zementieren und Kinder vom Bildungsangebot des Kindergartens abzuhalten.“

Einzelheiten dazu und Stellungnahmen zu anderen Programmpunkten demnächst auf der NRW-Seite.

Rot-grün treibt ein Programm voran, das christliche Menschenbild und ethische Werte durch die Instrumentalisierung des Staates austilgt. Die CDU-geführte Regierung, die sich eigentlich noch an guten Werten orientiert wollte, wurde abgewählt, weil sie dies nicht umsetzte und unglaubwürdig wurde.
Christen sollen für Ihr Land und die Regierung beten – NRW hat es jetzt besonders nötig.

Landesverband NRW

 

23.07.2010 00:06 Alter: 42 Tage
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