Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Tabak vermindern - mittelfristig beseitigen

AUF begrüßt die Fortschritte der letzten Jahre zum Schutz von Nicht-Rauchern in öffentlichen Bereichen. Dabei können und wollen wir es aber nicht belassen. Denn auch der private Konsum von Tabakprodukten hat vielfältige und gravierende negative Folgen auf die Gesellschaft, die nicht hinnehmbar sind.
„Es gibt wohl kein anderes Massenprodukt, das bei seiner Herstellung, seinem Konsum und seiner Entsorgung derart risikobelastet und gefährlich ist wie Tabak. Mit ihm werden Milliardengewinne erwirtschaftet. Für die Folgekosten im Gesundheits- wie im Umweltbereich kommt aber nicht der Verursacher, die Tabakindustrie, auf, sondern sie werden der Gesellschaft aufgebürdet. Dies sollte sich ändern.“ 1
Diese Aussage von Prof. Dr. Wiester und die Kernaussagen dieser
Studie macht sich AUF programmatisch zu Eigen und will erreichen, dass der Anbau und Konsum von Tabak weltweit reduziert und mittelfristig ganz darauf verzichtet wird. AUF tut dies aus Verantwortung für die Schöpfung, die uns Gott anvertraut hat, aus Verantwortung für die Umwelt, für die Gesundheit und Lebensfreude der Menschen und für den richtigen Einsatz der Mittel der Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen.
Für den Bundesarbeitskreis Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist von besonderer Bedeutung, dass Kinderarbeit im Zusammenhang mit der Tabakproduktion verschwindet und dass Kinder nicht mehr durch das Verschlucken herumliegender Zigarettenkippen dem Risiko von Vergiftung ausgesetzt werden.
Helga Boch, Friedrichshafen
Mitglied im Bundesarbeitskreis Familie, Senioren, Frauen und Jugend
1 Zitat von Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg, im Dezember 2009, im Vorwort der Studie „Deutsches Krebsforschungszentrum(Hrsg.): Umweltrisiko Tabak – von der Pflanze bis zur Kippe, Heidelberg, 2009“.


Aktuell